Kota Kinabalu / Sabah / Borneo / Malaysia
- Gaby Laubach
- 23. Apr. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Wieder einmal muss ich feststellen, dass meine geografischen Kenntnisse sehr lückenhaft sind. Mir war Borneo nur als Heimat der Orang-Utans bekannt - irgendeine Insel zwischen Australien und Asien. Dabei ist Borneo nach Grönland und Neu-Guinea die drittgrößte Insel der Welt und ungefähr doppelt so groß wie Deutschland. Sie ist aufgeteilt zwischen 3 Staaten: Indonesien, Malaysia und dem Sultanat Brunei. In der Kolonialzeit teilten Britannien und die Niederlande Borneo unter sich auf, der nordwestliche ressourcenreiche Teil (ca. 1/3 der Insel) gehörte den Britten und gehört heute zu Malaysia - bis auf das kleine Brunei, die restliche Insel den Niederländern und heute zu Indonesien.
In Kota Kinabalu, der Hauptstadt des malaysischen Bundesstaates Sabah, werden wir am Morgen musikalisch begrüßt. Eine Gruppe Musiker und Tänzerinnen haben sich vor dem Kreuzfahrtterminal platziert und präsentieren traditionelle Tänze
Sabah umfasst die Nordspitze der Insel, Kota Kinabalu liegt an der Nordwestküste Borneos. Die Stadt ist nach dem nahegelegenen Berg Kinabalu benannt, dem mit knapp über 4.000 Metern höchsten Berg Malaysias. An seinen Hängen gibt es noch ursprünglichen und unberührten Regenwald - vom Tiefland bis in alpine Höhen, sowohl tropisch als auch subtropisch. Zum Schutz der gesamten Region wurde der Kinabalu Nationalpark gegründet, der mittlerweile zum UNESCO-Welterbe gehört und eine Vielzahl von (endemischen) Pflanzen und Tieren beherbergt. Zu diesem Nationalpark führt mich mein heutiger Ausflug.
Wir fahren zunächst durch die Hauptstadt und ländliche Gebiete, bevor wir den Aufstieg in die Gebirgskette beginnen, die Sabah in einen Ost- und einen Westteil trennt.
Im ungefähr 750 km² großen Nationalpark angekommen erwartet uns eine beeindruckende touristische Infrastruktur. Hotels und Lodges bieten Wanderern - aber auch Wissenschaftlern und Bergsteigern Unterkünfte nach jedem Geschmack - später nehmen wir in einem dieser Hotels in traumhafter Lage unser Mittagessen ein, Der gesamte Nationalpark darf nur mit einem lokalen Guide betreten werden. Auch die Anzahl der Bergbesteigungen ist streng limitiert, die Kletterer müssen sich anmelden und brauchen ebenfalls einen lokalen Führer.
Wir begeben uns mit unserem Guide auf einen Trail durch den Park - in der Beschreibung des Ausflugs heißt es "Naturwanderweg" und "festes Schuhwerk wird empfohlen": Es geht über zum Teil mit Holzstegen und Schottersteinen befestigte Treppen und schmale Pfaden, aber auch über Wurzeln und durch Schlammpfützen durch den Urwald. Die meiste Zeit bergab aber manchmal auch steil bergauf. Kniehohe Stufen sind zu überwinden und oft ohne Haltemöglichkeit (ich habe auf jeden Fall ganz schön Muskelkater!). Und dann fängt es auch noch heftig an zu regnen im Regenwald (wir werden nass bis auf die Haut!) - aber die Mühe lohnt sich: Die Luft ist wie frisch gewaschen und wir sehen unzählige Pflanzen: Bäume, Farne, Moose, Orchideen, Büsche, Blumen.... Viele Wasserläufe durchziehen den Wald.

Am Ende des Trails gelangen wir zu einem botanischen Garten, in dem viele Pflanzen noch besser zu betrachten sind (auf befestigten Wegen). Hier finden wir verschiedene Urwaldbäume und -büsche, Orchideen, fleischfressende Pflanzen, Lianen usw.

Nach einem leckeren Mittagessen geht es durch eine grandiose Bergwelt zurück zur Artania. Leider hängen die Wolken sehr tief und wir können nur ab und zu einen Blick auf die Hänge und Täler werfen - Fotografieren ist fast unmöglich aber mir gelingt doch noch ein Foto vom wolkenverhangenen Mount Kinabalu.















































































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