Muara / Bandar Seri Begawan / Brunei
- Gaby Laubach
- 24. Apr. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Brunei liegt an der Nordwestküste Borneos und ist vollkommen vom malaysischen Bundesstaat Sarawak umschlossen. Es ist eine absolute Monarchie und der seit 1967 herrschende Sultan gilt als der reichste Monarch der Welt. Der Wohlstand des kleinen Sultanats begründet sich auf den Ressourcen des Landes, insbesondere Erdöl und Erdgas. Die Bevölkerung ist zum größten Teil muslimisch. Noch im 16. Jahrhundert war Brunei ein mächtiges Sultanat, das große Teile der Insel Borneo und der Philippinen kontrollierte. Im

19. Jahrhundert wurde es zum britischen Protektorat und erlangte erst 1984 die Unabhängigkeit. Die Fläche beträgt knapp 5.800 km² und weniger als 500.000 Einwohner leben dort. Muara liegt ungefähr 30 km von der Hauptstadt Bandar Seri Begawan entfernt und beherbergt den wichtigsten Tiefseehafen Bruneis. Sonst ist in der Umgebung des Hafens wenig geboten. Wir werden von einem heftigen Regenschauer und später von einer Gruppe traditionell gekleideter Trommler begrüßt. Es ist strengstens verboten,

Alkohol oder Zigaretten, E-Zigaretten oder ähnliches mit an Land zu bringen. Die Strafen bei Zuwiderhandlung beginnen bei 300 Brunei-Dollar für 1 Zigarette, das entspricht ungefähr 200 €. Auf Nachfrage erfahren wir, dass Rauchen in der Öffentlichkeit hier absolut verboten ist, im häuslichen Umfeld aber verbreitet ist. Brunei ist sehr sauber - nach unseren Erfahrungen in Indonesien fällt das besonders auf. Natürlich sieht man auch hier Plastikflaschen und ähnliches im Hafenbecken oder im Brunei-Fluss treiben, aber es gibt eine grüne Bootsflotte, die den Müll aus dem Fluss entfernt. Auf dem Weg zu einem Anleger am Fluss, von dem aus wir unsere Mangroven-Safari starten, fahren wir zur und durch die Hauptstadt. Brunei ist sehr grün, nur ungefähr 30% der Fläche sind bebaut, der Rest bleibt der Natur überlassen. Badar Seri Begawan ist sehr großzügig angelegt. Die Straßen sind breit und gibt viele gut gepflegte Grünflächen.
Wir passieren auch den Sultanspalast Istana Nurul Iman, der mehr als 1.700 Räume umfasst und als der größte Palast der Welt gilt. Wir sehen ihn einmal vom Wasser aus und später noch einmal das Eingangstor an der Straße.
In der Stadt gibt es mehrere Moscheen. Die bedeutendsten wurden für den derzeitigen 29. Sultan Hassanal Bolkiah und für seinen Vorgänger Omar Ali Saifuddin erbaut. Die Kuppeln sind mit Blattgold überzogen.
Und dann startet unsere Bootstour. Der Brunei-Fluss ist von Mangroven gesäumt und Mangroveninseln bilden ein Labyrinth von Wasserwegen. Wir hören viele Vögel und Zirkaden. Die Wurzeln bilden bizarre Formationen.
Auf der Suche nach Nasenaffen und Krokodilen fahren wir dicht an den Mangroven vorbei. Unser Guide erzählt uns von den Pflanzen und den hier beheimateten Tieren. Leider haben wir heute kein großes Glück. Nur einen Affen entdecken die Guides in den Mangroven, der lässt sich aber gern fotografieren.

Krokodile machen sich auch rar. Wir erblicken zwar mal kurzzeitig welche nahe des Ufers, die tauchen aber gleich unter, wenn wir uns nähern. Ein Schnappschuss geling aber meiner Bekannten. Bei genauem Hinsehen entdeckt man das Krokodil unter dem Blätterdach.
Auf dem Rückweg besuchen wir noch Kampong Ayer, das berühmte Wasserdorf von Bandar Seri Begawan - auch bekannt als "Venedig des Ostens". Auf Stelzen gebaut finden sich hier viele Wohnhäuser, in denen mehrere Generationen Platz finden. Zum Teil sind sie verbunden über Stege, ansonsten verkehren Boote. Es sind nicht mehr alle Häuser bewohnt, aber es ist sehr malerisch. Neben den Wohnhäusern gibt es auch Schulgebäude und andere öffentliche Einrichtungen wie eine Feuerwehrstation. Wir dürfen ein Haus von innen besichtigen und werden dort mit Tee und Kuchen bewirtet.
Brunei ist auf jeden Fall sehr beeindruckend.





























































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