Brest / Frankreich
- Gaby Laubach
- 16. Juni 2025
- 2 Min. Lesezeit
Die Biskaya überrascht uns mit gutem Wetter und ziemlich ruhiger See und auch in Brest erwartet uns ein weißblauer Himmel und angenehme Temperaturen. Brest hat eine sehr lange Geschichte. Schon die Römer hatten hier eine Siedlung. Die Kelten haben Ihre Spuren hinterlassen. Briten und Franzosen haben immer wieder um diesen Landstrich gestritten. Und die Bewohner haben für ihre Identität und Kultur gekämpft - so existiert hier immer noch die bretonische Sprache neben der französischen, Straßenschilder zeigen in beiden Sprachen die Richtung an. Die Lage in einer tiefen Bucht des Atlantiks bietet einen guten Schutz für den Hafen von Brest. Im 2. Weltkrieg wurde Brest schon 1940 von den Deutschen eingenommen und wurde zu einem wichtigen Marinestützpunkt - U-Boote und Schlachtschiffe waren hier stationiert und operierten im Atlantik. Deshalb wurde Brest auch massiv von den Alliierten bombardiert und stark zerstört. Nur wenige Zeugnisse aus der Geschichte, wie z.B. eine Festung aus dem 17. Jahrhundert sind noch erhalten, ansonsten wirkt das moderne Brest wie eine auf dem Reißbrett geplante Stadt.
Ich habe aber einen Ausflug "Bretonische Küste" gebucht. Wir fahren durch eine wunderschöne Landschaft und passieren viele malerische Orte mit ihren typischen Häusern aus Granit und Schiefer.
Alles blüht und grünt. Vor allem leuchten üppige Hortensienbüsche und -Hecken in vielen Farben von Weiß über Rosa und Pink bis zum dunklen Blau und Lila. Leider ist es aus dem fahrenden Bus schwer, die Blütenpracht zu fotografieren.

Die Ziele für unsere Fotostopps sind die Küste und die "Abers", Meeresbuchten, die tief ins Land reichen - ähnlich wie Fjorde, aber eben bretonisch. Sie
präsentieren sich einladend mit malerischen Orten mit vielen (privaten) Übernachtungsmöglichkeiten, einladenden Stränden, vielen Booten und tollen Ausblicken auf das Meer. Entlang der bretonischen Küste stehen die meisten Leuchttürme Frankreichs.

wir sehen u.a. den höchsten Europas. Und (leider) auch einen Anker der Amoco Cadiz, einem riesigen Öltanker, der am 16. März 1978 vor der bretonischen Küste auf einen Felsen lief und in 3 Teile zerbrach. Ein großer Teil der Ladung landete im Meer. Eine wichtige Einkommensquelle der Bewohner der Küste, die Produktion von Meeresfrüchten, kam auf viele Jahre vollkommen zum Erliegen.

















































































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