Vigo / Spanien
- Gaby Laubach
- 13. Juni 2025
- 2 Min. Lesezeit

Vigo ist eine wichtige Hafen- und Industriestadt im Nordwesten Spaniens, nur wenige Kilometer von der Nordgrenze Portugals entfernt. Vigo liegt an einer tiefen Bucht des Atlantiks. Vorgelagert gibt es ein paar Inseln, die sehr schöne Strände zu bieten haben. Ein wichtiger Wirtschaftszweig ist die Zucht von Meeresfrüchten. Bei unserer Fahrt entlang der Bucht können wir die Zuchtanlagen gut sehen. Vigo selbst bietet touristisch (noch) nicht sehr viel, viele Kreuzfahrtschiffe legen hier jedoch an und hier starten Ausflüge nach

Santiago de Compostela - auch ich fahre dorthin. Die Fahrt geht ca. 80 km durch die Region Galicien - Spanien ganz anders, als es sich die meisten vorstellen. Es geht durch Wälder, Weinberge, landwirtschaftlich genutzte Gebiete - alles ist grün und fruchtbar. Dieser Teil Galiciens ist sehr feucht - lt. unserem Guide regnet es hier an 360 Tagen im Jahr - heute leider auch!
Trotzdem: Auch im Dauerregen ist Santiago de Compostela sehr beeindruckend. Und der Juni ist wohl auch ein Monat, in dem dort viel los ist. Viele Pilger kommen an und auch die Studenten der renommierten Universität von Santiago haben noch keine Semesterferien. Wir sehen viele Pilgergruppen, die gerade

heute ihr Ziel auf dem großen Platz vor der Kathedrale erreichen - sie liegen sich jubelnd und weinend in den Armen. Wir kommen mit einer älteren Frau ins Gespräch - sie ist von Brasilien nach Lissabon gekommen und von dort mit dem Fahrrad über 600 km bis nach Santiago geradelt - sie war vollkommen durchnässt und die Anstrengung war ihr deutlich anzusehen, aber mehr noch strahlte sie Ergriffenheit und Glück aus. Wir machen einen Rundgang durch die engen Gassen rund um die imposante Kathedrale. Viele der alten Ordensgebäude bieten heute Unterkünfte. Das ehemalige Hospital beherbergt das luxuriöseste Parador-Hotel (5 Sterne), bietet aber auch heute noch täglich ein kostenloses Frühstück für die ersten 10 Pilger, die die Kathedrale erreichen.
Im strömenden Regen stellen wir uns dann in die Schlange vor dem Eingang zur Kathedrale, es dauert eine Weile, bis wir eingelassen werden, aber das Warten hat sich gelohnt.
Vielleicht erreiche ich Santiago de Compostela doch irgendwann einmal als Pilger!?!?



































































































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