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St. Peter Port / Guernsey / Groß-Britannien

  • Autorenbild: Gaby Laubach
    Gaby Laubach
  • 16. Juni 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Eigentlich sollte unser vorletztes Ziel die Kanalinsel Jersey sein, wegen widriger Wind- und Strömungsverhältnissen fuhren wir aber nach Guernsey - Ich kenne zwar Jersey nicht, aber Guernsey ist wunderschön und eine tolle Alternative. Die Kanalinseln sind etwas Besonderes: Sie gehören zu Großbritannien aber doch nicht so wirklich - sie gehören nicht zum United Kingdom, sie sind auch keine Kronkolonie sondern sind als Kronbesitzungen dem britischen Königshaus (in der Funktion "Herzoge der Normandie") direkt unterstellt, sie haben ihre eigenen Parlamente und Währungen, sie gelten als bedeutender Finanzplatz und als Steueroase. Die Amtssprache ist zwar seit dem Ende des 19. Jahrhunderts Englisch aber es gibt auch noch eigene Sprachen, die mit den alten Normannischen und skandinavischen Sprachen verwandt sind und viele Straßennamen sind französisch. Wir werden herzlichst begrüßt, gleich an unserer Tenderpier wird uns Hilfe angeboten. Auch in der alten anglikanischen Kirche gleich hinter der Pier bietet uns ein älterer Herr Informationen zur Kirche, Stadt und Insel an.



Die Stadt ist mit unzähligen Blumen und Girlanden geschmückt - gerade der Blumenschmuck scheint absolut üblich zu sein. Schon am Geländer der Pier hängen handgenähte Girlanden aus vielen bunten Stoffen mit zum Teil sehr kunstvollen Verzierungen. Überall stehen und hängen Pflanzgefäße mit wunderschönen Blumen, viele Geschäftsfassaden sind mit Blumengirlanden geschmückt.




Wir spazieren durch die Straßen und Gassen. Es gibt beeindruckende Fassaden, viele Banken und Juweliere und tolle Geschäfte mit einem schönen Angebot. Zum Hafen hin entdecken wir extrem schmale Gebäude mit spitzen Giebeln. Schmale Passagen führen zwischen den Gebäuden in die Oberstadt.


Wir entdecken witzige Dekorationen, z.B. einen Briefkasten mit einer gehäkelten Szene. Oder eine Bank mit einem

netten älteren Herrn aus Bronze, der von der Rückseite der Bank von einem Oktopus "angegriffen" wird. An der Hafenpromenade steht ein neues Denkmal, das anlässlich des 80.

Jahrestages der Befreiung Guerseys von der deutschen Besatzung am 9. Mai 1945 in diesem Jahr errichtet

wurde; es zeigt eine vierköpfige Familie. Direkt daneben laden Sitze von alten Traktoren zum Entspannen ein. Am Ende unserer Tenderpier steht eine Statue des Prinzen Albert, dem (deutschen) Gatten der

britischen Königin Viktorias. Egal wohin man sich in St. Peter Port wendet, überall findet man schöne, bunte, lustige, kreative und kunstvolle Dekorationen und Kunstwerke.

Als wir zum Schiff zurückkehren wollen, werden wir von einigen Bewohnern an der Pier herzlichst verabschiedet. Der Besuch auf dieser Kanalinsel war sehr interessant und macht Lust auf mehr. Natürlich hat auch das Wetter mitgespielt - es war wohl außergewöhnlich gut. Aber wie heißt es so schön: Wenn Engel reisen lacht der Himmel.

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