Kap Hoorn & Feuerland /Chile
- Gaby Laubach
- 2. Feb. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Wir fuhren von Ushuai weiter durch den Beaglekanal Richtung Chile und Kap Hoorn. Bereits gegen halb acht am Morgen stand ich mit vielen anderen Passagieren vorne auf dem Sonnendeck und wir versuchten im Nebel Kap Hoorn zu erkennen. Es war sehr kalt und es regnete. Die Türen aufs vordere offene Deck ließen sich nur mit Mühe öffnen und dann peitschte einem der Regen ins Gesicht. Die Küchencrew hatte aber heiße Schokolade (auf Wunsch mit Schuss!) vorbereitet, das half uns wieder warm zu werden. Und wir hatten Glück: Als wir uns dann wirklich Kap Hoorn näherten hob sich der Nebel und Wind und Regen ließen nach. Wir umrundeten einmal die Isla Hornos, auf der Kap Hoorn liegt.
Anschließend ging es wieder zurück Richtung Beagle-Kanal und wir fuhren die gleiche Strecke zurück, die wir schon in der Nacht zuvor passiert hatten. Irgendwie verwirrte mich die Streckenführung, wir wollten doch jetzt in Chile bleiben, fuhren aber wieder Richtung Ushuaia in Argentinien. Meine Vorstellung von der Südspitze Südamerikas und Kap Hoorn war bisher einfach vollkommen falsch! Ich war in der Schule immer gut in Geographie, aber Südamerika stand da wohl nicht auf dem Lehrplan. Kap Hoorn liegt auf der südlichsten Insel einer Inselgruppe, die mit Feuerland beginnt und sich dann südlich bis Kap Hoorn und westlich entlang des chilienischen Festlands nach Norden erstreckt. Die Inseln sind Ausläufer der Anden. Durch diese Inseln verbinden verschieden Passagen wie die Magellanstraße oder der Beagle-Kanal den atlantischen mit dem pazifischen Ozean. Ich habe zur Verdeutlichung Aufnahmen von unserer "Cruise Show" im Bordfernsehen gemacht, die uns ständig über Position, Wetter und andere wichtigen Dinge informiert.
Die Gletscher der Anden reichen bis in dieses Gebiet. Unsere Passage durch den Beagle-Kanal ging also wieder an Ushuaia vorbei und führte uns dann durch die "Allee der Gletscher", die wir noch bei Tageslicht auf den Außendecks bewundern konnten. Warm angezogen und von innen mit Erbsensuppe und Glühwein gewärmt, bot sich uns eine grandiose Aussicht auf die verschiedenen Gletscherzungen. Die europäischen Auswanderer haben diesen Gletschern die Namen ihrer Heimat gegeben. Wir sehen Holland-, Italien-, Frankreich- und Deutschland-Gletscher. Ein grandioses Naturschauspiel.









































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