Kapstadt / Südafrika
- Gaby Laubach
- 17. Mai 2025
- 2 Min. Lesezeit
Nach einem Seetag im Nebel kommen wir am frühen Morgen bei klarem Wetter in Kapstadt an. Das Kap der Guten Hoffnung ist nicht der südlichste Zipfel des afrikanischen Kontinents, das ist das Kap Agulhas, welches wir schon am Vorabend passieren - aber im dichten Nebel. Das Kap der guten Hoffnung ist der südwestlichste Punkt Afrikas und damit jenes Kap, an dem die afrikanische Westküste endet und die Südküste beginnt, wo nach Osten der Atlantische in den Indischen Ozean übergeht. Kapstadt ist eine der größten Städte Südafrikas und Sitz des Parlaments (Hauptstadt ist Pretoria). Sie liegt in der Tafelbucht, deren westlicher Rand von der Halbinsel gebildet wird, an deren Ende das Kap der guten Hoffnung liegt. Zur Landseite wird die Bucht vom berühmten Tafelberg, dem Signal Hill, dem Devil's Peek und dem Lion's Head umschlossen. Entlang der Küste wechseln sich steile Klippen mit traumhaften weißen Sandstränden ab.
Südafrika hat eine sehr hohe Arbeitslosigkeit und Kriminalitätsrate, uns wurde dringend empfohlen, nicht alleine unterwegs zu sein und die Stadt nicht ohne Guide zu besuchen. Ich habe einen Ausflug zum Seal Island und zum Landsitz Groot Constantia gebucht. Wir fahren

vom Hafen aus entlang der Küste und über die Ausläufer des Tafelbergs in die Hout Bay. Unterwegs können wir einen Blick auf Robben Island werfen, hier vor der Küste Kapstadts war Nelson Mandela 18 Jahre lang inhaftiert. An der Küste ist eine Skulptur in Form einer übergroßen Brille installiert, "Mandela Glasses", durch die man die Gefängnisinsel betrachten kann.

Auf der Rückseite des Tafelbergs passieren wir auch Armenviertel. In Wellblechhütten leben hier viele Menschen ohne Arbeit und soziale Absicherung. Viele von ihnen sind aus den ärmeren Nachbarländern Südafrikas eingewandert z.B. aus Simbabwe. An den Straßenrändern sitzen die Menschen und warten auf Arbeit, sie verdingen sich täglich wieder neu als Tagelöhner.
Im kleinen Hafen der Hout Bay steigen wir in ein Ausflugsboot, das uns entlang der Steilküste zu einem kleinen Felseneiland bringt, das von zahlreichen Kap-Robben bevölkert ist.

Anschließend fahren wir nach Constantia, einem Gebiet, in dem schon sehr früh Wein angebaut wurde. Wir besuchen das Landgut Groot Constantia, das 1685 gegründet wurde und schon im 18. Jahrhundert Wein produzierte. Es ist im typischen niederländischen Stil mit hohen kunstvoll gestalteten Giebeln erbaut. Heute beheimatet es ein staatliches Versuchsweingut, ein Museum und Gastronomiebetriebe. Wir besuchen die alte Kellerei, erhalten eine Weinprobe und genießen die unbeschreiblich schöne Aussicht auf Kapstadt.
Dann geht es zurück zur Artania. Wir passieren verschiedene Stadtteile Kapstadts. Die wohlhabenden Bewohner wohnen in durch Mauern und Wächter geschützten Vierteln. Die Gegensätze sind zum Teil gravierend. Unser Guide zeigt uns auch das Krankenhaus, in dem Christian Barnard das erste Herz verpflanzte. Kapstadt ist eine interessante Stadt, voller Gegensätze - ich habe viel Schönes gesehen und die Landschaft ist wunderschön.





























































































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