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Lüderitz / Namibia

  • Autorenbild: Gaby Laubach
    Gaby Laubach
  • 18. Mai 2025
  • 1 Min. Lesezeit

Wir fahren entlang der afrikanischen Westküste Richtung Norden und erreichen Namibia, das ehemalige Deutsch-Südwestafrika. Unser erster Stopp ist Lüderitz - gegründet 1883 vom Bremer Kaufmann Adolf Lüderitz. Es war der erste deutsche Kolonialstützpunkt in Südwestafrika und liegt zwischen den schroffen Felsen der Namib-Wüste und dem Atlantischen Ozean. An der Tenderpier werden wir mit afrikanischem Gesang begrüßt. Der Chor singt wunderschön und unermüdlich bis das letzte Tenderboot den Hafen verlässt. Die Menschen sind fröhlich und freundlich. Es gibt hier keine organisierten Ausflüge, lediglich einen Transfer zum ca. 10 km entfernten Kolmannskop - dort wurden 1908 Diamanten in der Wüste gefunden, die einen Diamantenboom auslösten. Damals erfuhr Lüderitz einen rasanten Aufstieg und war zeitweise einer der reichsten Orte im südlichen Afrika. Heute zeugt davon noch die Geisterstadt Kolmannskop, die langsam aber sicher im Wüstensand verschwindet. Ich verzichte auf den Transfer und spaziere mit zwei Bekannten durch Lüderitz. Der Stadtkern schließt direkt am Hafen an. Viele Gebäude hier sind im wilhelminischen Stil erbaut, viele Straßennamen erinnern an die koloniale Vergangenheit. Die Straßen sind breit und gut ausgebaut. Als wir den Diamantenberg erklimmen, sind es aber eher Sandpisten.



Sehenswert ist die Felsenkirche auf dem Diamantberg. Sie wurde vom deutschen Architekten Albert Bause entworfen und 1912 eingeweiht. Die Finanzierung erfolgte durch Spenden - das Altarfenster war eine Spende von Kaiser Wilhelm II.



Nach Lüderitz führt auch eine Bahnlinie, die zum Teil durch den Felsen geführt wurde.



Der Spaziergang durch die Stadt bei Traumwetter macht sehr viel Spaß und neben den historischen Gebäuden entdecken wir viele schöne Fotomotive.



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