Madeira / Portugal
- Gaby Laubach
- 8. Juni 2025
- 3 Min. Lesezeit
Seit Gran Canaria bin ich auf einer Herzensreise, viele der jetzt noch anstehenden Ziele

habe ich schon mit Ernst oder meiner Mama besucht. Madeira gehört auch zu den Zielen, auf die ich mich ganz besonders gefreut habe. Wir liegen hier über Nacht im Hafen, also gibt es genügend Möglichkeiten, diese wunderschöne Insel zu entdecken. Ich habe drei verschiedene Ausflüge gebucht, auf denen ich neue und alte Erfahrungen (noch einmal) machen kann. Kurz nach unserer Ankunft und Freigabe des Schiffs starte ich zu einer Levada-Wanderung. Levadas sind ein sehr altes Kanal-System, mit dem das Wasser, das auf Madeira reichlich aber nicht überall vorhanden ist, auf der Insel verteilt wird. Madeira ist sehr fruchtbar, eigentlich wächst hier alles - Gemüse, (exotische) Früchte, Bäume, Büsche und Blumen. Entlang der Levadas gibt es Wege - heute dienen sie vor allem außer für Wanderungen für die Instandhaltung der Kanäle. In früheren Zeiten waren sie die

einzigen Verkehrswege auf Madeira. Es gibt immer noch Häuser, die nicht mit Autos sondern nur über die alten Wege erreichbar sind. Wir sind zu einer guten Zeit hier, überall auf unserem zweistündigen Spaziergang sehen wir blühende Pflanzen - viele davon müssen wir daheim teuer bezahlen (Strelitzien, Calla...), hier wachsen sie wie Unkraut. Es ist eine Augenweide und auch die Nase kommt nicht zu kurz!
Auf dem Rückweg besuchen wir noch einen Aussichtspunkt, auf dem eine Christusstatue steht, die der von Rio - abgesehen von der Größe - sehr ähnlich sieht. Von dort hat man einen wunderbaren Ausblick auf Funchal und die wildromantische Küste Madeiras.
Für den Abend habe ich einen Ausflug ins abendliche Funchal gebucht. Zunächst fahren wir zu 2 Aussichtspunkten im Stadtgebiet, die uns wunderbare Blicke auf diese schöne Stadt erlauben. Anschließend besuchen wir die Altstadt, in der eine tolle Stimmung herrscht. Wir spazieren durch die Außenbestuhlung der Bars und Restaurants, in denen viele Menschen essen, trinken und den Abend genießen. Natürlich probieren wir auch einen Poncha, das typische Getränk auf Madeira - bestehend aus Zuckerrohrschnaps, Honig, Zitronen- und Orangensaft - lecker! In der Altstadt fallen vor allem die vielen bunt bemalten Türen auf.
Früh am nächsten Morgen starte ich meinen letzten Ausflug auf Madeira: Inselfahrt mit Santana! Dieser führt uns zunächst über die gut ausgebauten, aber zum Teil noch sehr schmalen Straßen in die Berge Madeiras. In vielen Serpentinen führt uns die Straße auf den Pico do Areiro, dem mit 1.818 Metern dritthöchsten Gipfel der Insel. Der höchste Gipfel ist aber auch nur wenig höher. Von hier oben, über den Wolken, haben wir wunderbare Sicht über die Berge.
Zurück geht es über die Nordseite der Berge. Wir sehen wunderbare mit blühendem Ginster bewachsene Hänge. Und fahren auch hier durch die alten Lorbeerwälder nach Ribeiro Frio, wo es ausgedehnte Forellenzuchten gibt.
Unser nächstes Ziel ist Santana, eine Gemeinde im Norden Madeiras. Hier gibt es noch die typischen, strohgedeckten Nurdachhäuser, für die Madeira berühmt ist. Hier nehmen wir auch in einem Hotel unser landestypisches Mittageessen ein (Gemüsesuppe, schwarzer Degenfisch mit Bananen, Schweinefleisch, gebackene Süßkartoffel, Kohlgemüse, verschiedene Salate, Pudding und Obst).
Dann geht es zum östlichen Punkt Madeiras. Er liegt auf einer Halbinsel, die eine ganz andere Flora aufweist als die Hauptinsel. Vom Damm aus, der auf die Halbinsel führt, kann man auf der einen Seite die Nord- auf der anderen Seite die Südküste sehen.
Auf dem Rückweg besuchen wir noch einmal die Christus-Statue bevor es zurück auf die Artania geht und wir Richtung Tanger ablegen.

















































































































































































































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