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Port Elisabeth / Südafrika

  • Autorenbild: Gaby Laubach
    Gaby Laubach
  • 15. Mai 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Port Elizabeth heißt überhaupt nicht mehr Port Elizabeth - seit Februar 2021 ist der offizielle Name Gqeberha, das kommt aus der Sprache der Ureinwohner, der Xhosa. (Aussprechen kann ich diese Namen aber nicht, die Sprache hat viele Klicklaute, das sind in der Schrift alle Laute, die mit c, q oder x gebildet werden.) Port Elizabeth liegt in der Region Ostkap, einem der wirtschaftlich schwächsten Gebiete Südafrikas, dabei gibt es auch hier Bodenschätze. Vor allem Mangan wird gefördert und über Port Elizabeth exportiert (im und rund um den Hafen ist alles von einer Staubschicht bedeckt und auf der Straße fahren unzählige Lkw, die das Mangan aus den Fördergebieten zum Hafen bringen). Laut unserem Guide, einer Südafrikanerin mit italienischen Wurzeln, ist ein großes Problem Südafrikas, dass hier zwar viele begehrte Bodenschätze gefördert werden, es aber weder eine Veredelungs- noch eine verarbeitende Industrie gibt. Mittlerweile haben auch viele internationale Autoproduzenten in der Metropolregion Nelson Mandela Bay (Nelson Mandela wurde hier geboren) ihre Werke,  durch den hohen Grad der Automation hat aber

auch das nicht zu einer wesentlichen Reduzierung der Arbeitslosigkeit geführt. Der Anteil chinesischer Unternehmen wächst und drückt das Preisniveau, so dass heimische Produzenten in Schwierigkeiten geraten. Port Elizabeth erstreckt sich entlang ca. 16 km weißer Sandstrände und einer wunderschönen Dünenlandschaft. Bei unserem Ausflug verlassen wir die Stadt und besuchen den drittgrößten Nationalpark Südafrikas, den Addo-

Elefanten-Nationalpark! Der Park wurde 1931 gegründet, um die letzten 11 hier noch lebenden Elefanten zu schützen. Mittlerweile gibt es hier wieder hunderte Elefanten. Die Kühe leben in Familiengruppen mit ihren Kälbern. Die männlichen Elefanten müssen mit der Geschlechtsreife den Familienverband verlassen und streichen als Einzelgänger durch den Park - nur zur Paarungszeit kommen sie mit den Kühen zusammen. Um Konflikte mit den umliegenden Farmen zu vermeiden und natürlich auch die  Elefanten

zu schützen (Elfenbein ist immer noch begehrt!) ist der gesamte Park eingezäunt. Die elefantensicheren Zäune bestehen aus Eisenbahnschienen, die in regelmäßigen Abständen mindestens 2 Meter tief im Boden verankert werden. Dazwischen stehen weitere stabile Holzpfosten. Der "Draht" besteht aus Stahlseilen, die normalerweise in Aufzugsanlagen Verwendung finden. Zusätzlich ist der Zaun durch Strom gesichert. Im Park leben außer den Elefanten auch Büffel, Kudus, Zebras, Warzenschweine, Erdmännchen, Leoparden, Löwen und Nashörner - alle Tiere, die hier immer heimisch waren. Um sie alle zu sehen, muss man sich schon mehrere Tage Zeit nehmen, manche Tiere kann man auch eher in der Dämmerung beobachten und die Tiere haben genügend Rückzugsräume, in die die Besucher nicht eindringen dürfen. Ich hätte nicht zu träumen gewagt, dass ich so viele Elefanten in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen bekommen. Es war einfach

überwältigend. Gleich hinter der Einfahrt in den Park stand ein Bulle im Gebüsch und ließ sich seine Leibspeise "Speckboom" schmecken. Wir sahen die Familiengruppen durch das Buschwerk streichen - ein großer Teil des Parks ist von Büschen bewachsen. An einem Wasserloch stand eine Familie mit Baby, Bullen waren auch dabei, wohl um die Paarungsbereitschaft der Kühe zu testen. Andere Bullen zogen gemächlich ihrer Wege, einer ganz demonstrativ direkt vor unserem Bus.



Der Park wächst noch, es wurde auch schon ehemaliges Farmland integriert. Dort fehlen (noch) die Büsche, deshalb ist es hier gut möglich auch größere Herden von Antilopen und Zebras zu beobachten. Immer wieder flitzen Warzenschweine vorbei. Die Löwen lassen sich leider nicht sehen - wahrscheinlich sind sie satt und ruhen sich im Schatten aus. Während unseres Besuchs sind einige Wege abgesperrt, es läuft eine Umsiedlungsaktion - möglicherweise von Büffeln; zwischen den Parks Südafrikas werden immer wieder Tiere getauscht um den Genpool zu erweitern und Inzucht zu verhindern. Deshalb können wir in das entsprechende Gebiet nicht einfahren. Aber auch ohne Löwen, Leoparden und Büffel war der Besuch einfach nur toll.



Auch außerhalb des Nationalparks konnten wir schon Tiere entdecken. Außer den großen Herden der Farmer sahen wir Affen und Giraffen am Straßenrand , letztere gehörten wohl zu einem privaten Wildparkt, die es in der Gegend ebenfalls gibt.



Und hier noch ein paar Eindrücke von der Landschaft, durch die wir zum Park fuhren.



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