top of page

Praia / Kapverdische Inseln

  • Autorenbild: Gaby Laubach
    Gaby Laubach
  • 2. Jan. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Am 2. Januar sind wir im letzten Hafen im östlichen Atlantik, bevor unsere Atlantiküberquerung gen Westen folgt. Wie auch die Kanarischen Inseln, sind die Kapverdischen Inseln sehr unterschiedlich. Gestern Sao Vicente ist sehr trocken. Die höchsten Erhebungen reichen nicht, die Passatwinde zum Abregnen zu bringen. Anders heute Santiago, deren höchster Berg fast 1.400 m hoch ist. Hier gibt es in der Regenzeit sogar Wasserfälle, an denen die Bewohner Feste feiern. Auch sonst bringt der Passat genügend Feuchtigkeit für die Pflanzen. Von hier werden landwirtschaftliche Produkte wie Papaya, Mangos, Bananen, Manjok und Süßkartoffeln exportiert - vor allem nach Europa.

Santiago ist nicht besonders groß - auch wenn es die größe der Kapverdischen Inseln ist.

Auf unserem Ausflug in das innere der Insel geht es aber ständig bergauf und bergab. Die "Straßen" zu den Sehenswürdigkeiten außerhalb der Hauptorte sind abenteuerlich: Schmal, gepflastert, steil, kurvenreich an steilen Abhängen vorbei. Die Busfahrer sind perfekt in "Bus-Tetris". Da fast alle Busse mehr oder weniger gleichzeitig an den geplanten Stationen ankommen, herrscht ein heilloses Durcheinander - aber spätestens zur Abfahrt haben die Busfahrer das Chaos entwirrt und es geht weiter. Unsere erste Station ist Assomada, nach

Praia und Mindelo die drittgrößte Stadt der Kapverden. Wir machen einen Rundgang durch die Markthalle, in der es Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse und Kleider gibt. Rund um die Markthalle, aber auch an jeder Straßenecke gibt es weitere Stände, an denen es alles zu kaufen gibt. Unser Spaziergang führt uns zu einem zentralen Platz, auf dem wir wieder verschiedene Denkmäler sehen. Es scheint hier üblich zu sein, wichtigen Menschen ein Denkmal zu setzen. Man findet neben dem Nationalheld und den Entdeckern der Inseln auch Priester, die sich z.B. für die Bildung der ärmeren Bevölkerung verdient gemacht haben, oder Musiker und Komponisten. Wir verlassen Assomada und fahren durch beeindruckende Landschaften bergauf und bergab. Schließlich finden sich alle

Busse wieder an einer steilen und schmalen Stelle wieder (Bus-Tetris) von wo aus wir einen mehr als 500 Jahre alten Kapok-Baum besuchen. Es geht zu Fuß ziemlich steil auf unebenem Pflaster ein ganzes Stück bergab. Der Baum ist wirklich beeindruckend und ringherum ist alles sehr schön angelegt. Und als wir aus dem kleinen Park wieder herauskommen, steht dort auf einmal unser Bus - wir hätten uns bestimmt nur mit einem Offroad-Fahrzeug diesen Weg herunter getraut. Die Busfahrer sind wirklich unglaublich und auch die Busse können was. Der letzte Stopp (Bus Tetris) ist in dem kleinen Ort Rui Vaz auf mehr als 800 m mit einer tollen Aussicht und wunderschön blühenden Pflanzen. Hier wachsen z.B. überall Wandelröschen. Danach geht es auf gut ausgebauten Straßen zurück zum Schiff.



Kommentare


bottom of page