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Recife & Olinda/Brasilien

  • Autorenbild: Gaby Laubach
    Gaby Laubach
  • 7. Jan. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Endlich mal wieder an Land und der erste große Abschnitt der Weltreise "Südamerika" beginnt. Als ich in der Nacht aufwache, kann ich schon die Lichter an der Küstenlinie sehen. Pünktlich am frühen Morgen legen wir an und schon nach kurzer Zeit ist die Artania zum Landgang freigegeben. Der Name Recife bedeutet Riff; der Küste vorgelagert finden sich Riffe, die einen fast natürlichen Hafen bilden. Die ersten Eroberer bauten ihre Stadt Olinda auf (sieben?) nahegelegenen Hügeln, Recife war ihr Hafen, den sie von dort aus gut überwachen konnten. Mittlerweile hat sich Recife zu einer modernen Großstadt entwickelt, die die Hauptstadt der Region Prenambucos ist und Olinda ist nur noch ein Stadtteil davon. Die ersten Eroberer waren Holländer, die viele Kanäle bauten und so die Feuchtgebiete an der Mündung zweier Flüsse entwässerten, um sie bebauen zu können. In und um Recife gibt es unzählige Brücken, die die entstandenen Inseln und das

Festland miteinander verbinden. Später kamen die Portugiesen, vertrieben die Holländer und zerstörten viele derer Gebäude. In Recife selbst gibt es nur noch wenige gut erhaltene Gebäude im kolonialen Stil. Bei unserer Rundfahrt sehen wir ein paar davon, insbesondere auch rund um den Platz der Republik, der neben dem Ende der Monarchie auch an die Sklaverei und den ersten Exportschlager der Region, Rotholz, aus dem ein roter Farbstoff gewonnen wird, mit dem z.B. Textilien gefärbt werden können, erinnert.



Ein ehemaliges Gefängnis aus der Kolonialzeit wurde zu einem Einkaufszentrum für Kunsthandwerk und Souveniers umgebaut. Das Gebäude in Form eines Kreuzes hat 3 Stockwerke. Die Zellen waren sehr klein, wurden aber mit bis zu 35 Gefangenen besetzt.

Heute beherbergt fast jede Zelle ein kleines Geschäft. Das Angebot ist regional und sehr vielfältig.



Ansonsten ist Recife von Betonbauten der sechziger/siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts geprägt.


Anders Olinda, hier findet man alte Kirchen und Klöster, die mit dem Geld finanziert wurden, das man durch den Export von Zucker erwirtschaftete. An den gepflasterten engen und steilen Gassen (wir mussten unseren großen Bus verlassen und in Kleinbusse umsteigen, um nach Alt-Olinda zu kommen!) stehen bunt bemalte Häuser im kolonialen Stil (leider konnte ich diese nicht aus dem fahrenden Bus fotografieren).

Wir besichtigen ein altes, reich ausgestattetes Franziskanerkloster sowie die älteste Kirche (Kathedrale) Olindas.


Und dann genießen wir den bombastischen Ausblick von Olinda aus auf Recife mit seinem Hafen und auf das tiefblaue Meer.




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