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Rio de Janeiro

  • Autorenbild: Gaby Laubach
    Gaby Laubach
  • 18. Jan. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Kurz nach Sonnenaufgang fuhren wir in die Bucht von Rio ein. Die Einfahrt ist spektakulär, deshalb wurde für die Passagiere, die sie erleben wollten, schon zu dieser frühen Stunde eine Kaffeebar auf dem Sonnendeck eingerichtet. Aber: Es regnete und Corcovado (Christusstatue) und Zuckerhut hüllten sich in Nebel! Unsere Pier lag direkt im Stadtteil "Centro", woraus ich schloss, dass hier das Zentrum liegt und bestimmt einiges zu sehen ist. Für den frühen Nachmittag hatte ich eine Panoramafahrt gebucht, um einen Überblick über die berühmte Stadt zu bekommen. Bei der Fahrt durch das Centro erfuhren wir, dass hier wirklich einmal das Zentrum der Stadt war - aber heutzutage dort fast niemand mehr wohnt.



Es gibt hier noch ein paar wenige Fassaden aus der Kolonialzeit, ansonsten findet man hier nur Behörden, Büros, Banken etc. Der Stadtteil ist so ausgestorben, dass an den Wochenenden die Hauptverkehrsstraße zwischen den berühmten Stränden und dem Centro gesperrt ist und die Menschen dort flanieren, radfahren, inlineskaten und alles andere tun, was Spaß macht. Der einzige Lichtblick dieses Ausfluges und unser einziger Stop war die

Kathedrale von Rio. Sie ist einer Pyramide der Ureinwohner nach-empfunden, fasst mehr als 20.000 Menschen (davon 5.000 sitzend) und ist 64 mtr. hoch. Von außen imponiert sie nur durch Ihre Form und Größe, aber sobald man sie betritt, ist man fasziniert von dem Licht, das durch die bunten Glasfenster auf allen 4 Seiten fällt und natürlich von der Höhe des Raumes. Auch die sonstige Ausstattung ist sehr imposant.



Anschließend fuhren wir über die Rio-Niterói-Brücke, die die Guanabara-Bucht überbrückt. Sie ist über 13 km lang und hat den Weg von Rio nach Niterói erheblich verkürzt. Um die Bucht herum beträgt die Entfernung mehr als 100 km. Von der Brücke aus eröffnen sich schöne Panoramablicke auf Rio, den Corcovado und den Zuckerhut.



Natürlich kamen wir auf dem Rückweg auch an Favelas, den Hallen der Samba-Schulen (kein interessantes Fotomotiv) und der "Wertungsstrecke" für die Samba-Schulen im Carneval

vorbei. Hier stehen auf ca. 700 mtr. Tribünen beidseitig an einer Straße, auf denen die Schulen mit Ihren Wagen und Truppen vorbei-ziehen. Versuche, diese Strecke auch für andere Event wie Open-Air-Konzerte o.Ä. zu nutzen sind gescheitert, da die Akustik zu schlecht ist. Also ist die Strecke die meiste Zeit ungenutzt.

Insgesamt war ich nach diesem Tag sehr enttäuscht von Rio - wo die Sonne immer lacht.

Am nächsten Tag führte mich mein Ausflug nach Petropoli - dazu gibt es einen Extra-Beitrag.

Abends erlebten wir auch den ersten Passagierwechsel, seitdem sind wir mit 1.050 Passeagieren unterwegs.

Unser 3. Tag in Rio hat mich mit Rio vollends versöhnt. Ich weiß nicht, ob ich noch einmal hierher kommen kann, also habe ich alles mitgenommen und habe an diesem Tag sowohl den Corcovado als auch den Zuckerhut besucht. Das Wetter war auch besser, wir hatten die meiste Zeit gute Sicht. Die Fahrt auf den Corcovado erfolgt über eine Zahnradbahn, die schon Ende des 19. Jahrhunderts auf den über 700 mtr. hohen Berg führte. Sie fährt steil bergan durch Regenwald (mitten in Rio!) und bietet immer mal wieder fantastische Aussichten auf die Stadt. Erst 1922 zur 100jährigen Unabhängigkeit Brasiliens wurde der Bau der Christusstatue beschlossen und 1931 wurde sie fertiggestellt. Sie ist sehr beeindruckend!



Anschließend fuhren wir zum Zuckerhut. Dorthin führen 2 Seilbahnen - viele kennen sie aus dem James Bond Film "Moonraker" - dort kämpft Roger Moore auf der Bahn gegen den Beißer. Sowohl vom Carcovado zum Zuckerhut, als auch umgekehrt gelang mir ein Foto auf den jeweils anderen Berg. Der Zuckerhut bietet tolle Ausblicke auf die Bucht, die Stadt und die Strände, an denen wir auf dem Rückweg entlang fuhren. Bei dieser Rundfahrt passierten wir viele Stadtteile Rios, die einen ganz anderen Eindruck hinterließen als an unserem ersten Tag Und bei unserer Ausfahrt am späteren Abend konnten wir beide Berge sowie Stadt und Strände noch einmel beleuchtet bewundern. Rio ist eine tolle Stadt!



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