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Salvador da Bahia / Brasilien

  • Autorenbild: Gaby Laubach
    Gaby Laubach
  • 11. Jan. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Unsere Reise entlang der Ostküste Brasiliens Richtung Süden geht weiter. Unser nächster Hafen ist Salvador. Am frühen Morgen fahren wir in die Allerheiligen-Bucht ein, eine der größten Buchten (Bahia) der Welt. Von der einen zur anderen Ecke sind es 55km. Diese Bucht ist auch der Namensgeber des Bundesstaates Bahia, dem größten und afrikanischten Bundesstaat Brasiliens. Auch Salvador mit fast 3 Mio. Einwohnern liegt auf 2 Ebenen. Die

Historische Altstadt liegt ca. 60 m höher als der Hafen und die Unterstadt, mit Aufzug oder Standseilbahn kann man schnell von oben nach unten oder von unten nach oben gelangen. Salvador ist eine der ältesten Städte Brasiliens und war mehr als 200 Jahre die Hauptstadt Brasiliens. Über den Hafen von Salvador sind sehr viele afrikanische Sklaven ins Land gekommen, viele Nachkommen leben noch heute in Bahia. Mit

unserem Ausflug besuchen wir zunächst den Leuchtturm, der auf einer Landzunge steht. Er ist Teil einer Festung, die als Schutz der Bucht errichtet wurde. Läuft man um die Festung herum läuft man einmal längs der Bucht und einmal direkt am offenen Atlantik. Von dort aus geht es in die obere Etage der Stadt - die historische Altstadt von Salvador. Hier finden sich viele bunte Häuser, große Gebäue im Kolonialstil und sehr viele Kirchen und Klöster. Wir besichtigen Kirche und Kloster des Heiligen Franziskus. Entlang des Kreuzgangs sind Bilder aus blauen Kacheln angebracht, die jeweils einen Sinnspruch darstellen. Es geht um Moral, Geld, Leben und Tod. Die übrigen Räume, die wir besichtigen können sind reich ausgestattet - aber der Anblick des Kircheninneren raubt einem den Atem. Die Kirche wurde im frühen 18. Jahrhundert im kolonialen Stil erbaut. Laut unserer Reiseführerin sind dort 800 kg Gold verarbeitet.



Wir laufen über historisches Pflaster durch schmale Gassen bis Platz, auf dem früher ein Pranger stand. Auf diesem Platz entstanden große Teile des Videos zu "They don't care

about us" von Michael Jackson. Noch heute steht auf dem Balkon eine Michael Jackson-Puppe, mit der sich viele Touristen fotografieren lassen. Rund um diesen Platz finden sich viele historische Häuser und auch eine Kirche, zu deren Bau Sklaven gezwungen wurden, um eine eigene "christliche" Kirche zu haben und nicht mehr ihren afrikanischen Religionen anzuhängen. Am späteren Nachmittag besuche ich noch einmal mit einer Bekannten die Altstadt. Diesmal fahren wir mit der Standseilbahn hinauf. Die Atmosphäre ist unbeschreiblich - aus jeder Gasse hört man Musik oder Trommeln erklingen. Baianas, meist dunkelhäutige Frauen mit weiten Röcken, Turbanen auf dem Kopf und reich geschmückt, stehen in ihren Ständen und verkaufen afrikanisch geprägtes Fastfood, lassen sich gegen einen kleinen Obulus auch gern fotografieren. Gruppen von Männern tanzen Capoeira, einen Kampfsporttanz, der hier als früherer Sklaventanz seinen Ursprung hat. Die Menschen sind freundlich und fröhlich - wir würden gern länger verweilen!







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