Albany / Australien
- Gaby Laubach
- 4. Apr. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Das Wetter ist durchwachsen, wir haben ordentlichen Seegang und teilweise sehr starken Wind. Unser für den 3. April geplanter Stop vor Esperance wird schon vorab abgesagt, da ein sicheres Tendern dort auf keinen Fall möglich ist. Wir fahren deshalb weiter Richtung Westen und fahren Albany an, das in einem großen Naturhafen liegt, der einen gewissen Schutz bieten sollte. Leider können wir auch hier nicht anlegen sondern bekommen einen Ankerplatz relativ weit draußen in der Bucht. Die Tenderstrecke ist verhältnismäßig lang, aber es funktioniert mit dem Ausbooten und wir gehen auf eigene Faust, Albany zu erkunden (organisierte Ausflüge sind verständlicherweise nicht möglich).

Albany ist die älteste Ansiedlung in Westaustralien; 1826 segelte Major Edmund Lockyer mit der Brigg

Amity und 23 Gefangenen von Sydney aus hierher und begann mit dem Bau einer Siedlung. In den 1830er Jahren folgten freie Siedler. Eine originalgetreue Nachbildung der Amity steht nahe des Museums of the Great Southern und kann dort besichtigt werden.
Zu den frühen Siedlern ganz Australiens gehörten viele Religionsgruppen, die vor Repressalien aus ihrer Heimat geflohen sind. In Albany entdecken wir viele Kirchen der verschiedenen Glaubensgemeinschaften. Leider sind sie alle geschlossen und können nicht von innen besichtigt werden.
Wir bummeln über die York Street, die Hauptstraße mit einigen Geschäften und Restaurants. Hier und in der weiteren Innenstadt befinden sich auch einige historische Gebäude.
Mich begeistern oft Türen und Fenster, hier eine Auswahl aus Albany:
Und in Albany blühen wunderschöne Rosen und andere Pflanzen
Das Wetter an Land hielt den ganzen Tag. Die Temperaturen waren angenehm, nur der Wind frischte am Nachmittag auf. Als wir zurück zum Tenderboot kamen wurden wir darauf vorbereitet, dass die Rückfahrt kein Spaziergang sein würde, sobald wir aus dem Hafenbecken heraus sein würden, wäre mit sehr starkem Wellengang zu rechnen. Der Wind hatte entgegen der Wettervorhersage gedreht und die Dünung drückte jetzt auch in die Bucht. Zum ersten Mal wurden alle Luken des Bootes geschlossen und vorsorglich wurden Spuckbeutel bereitgestellt. Es war wirklich eher wie eine Achterbahnfahrt (siehe Video!) und das Überwechseln auf die Artania war für viele eine sportliche Herausforderung, zur Sicherheit stand sogar der Schiffsarzt an der Gangway bereit. Die Besatzungen der Tenderboote machten einen Superjob und so kamen alle wieder heil an Bord (abgesehen von Seekrankheitssymptomen, die mich Gottseidank nicht betrafen!). Kapitän und Kreuzfahrtdirektor waren auf jeden Fall sehr erleichtert, als alle wieder zurück waren.





























































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