Gisborne / Neuseeland
- Gaby Laubach
- 10. März 2025
- 2 Min. Lesezeit
Leider können wir heute nicht an Land gehen, der Seegang lässt ein sicheres Tendern nicht zu. Schon seit unserer Abfahrt Vorgestern aus der Bay of Islands konnten wir spüren, das Seegang und Windstärke zunahmen. Die Säckchen mit den blauen Tüten wurden wieder
überall in den Treppenhäusern verteilt. Die Hoffnung bestand aber, dass wir nach unserem Kurswechsel um ungefähr 90° von der Nordküste zur Ostküste der Nordinsel Neuseelands bessere Bedingungen vorfinden würden. Diese bestätigten sich aber leider nicht, die Fotos vom Lotsenboot, die ich direkt hintereinander gemacht habe, machen das deutlich. Also wurde der Anker wieder eingezogen und wir genießen einen weiteren Seetag - ganz kurzfristig wurde wieder ein alternatives Bordprogramm erstellt mit Spiel, Sport, Vorträgen und allem, was das Kreuzfahrerherz begehrt.
In der Bucht vor dem heutigen Gisborne ging der erste Europäer, James Cook, 1769 an Land. Neuseeland war schon 1642 vom Holländer Abel Tasman entdeckt worden, er hatte es aber nicht betreten. Der erste Kontakt der Engländer mit den Maoris endete tragisch - wahrscheinlich aufgrund von Missverständnissen wurden ein paar Moris von Cooks Leuten erschossen - die Endeavour musste, ohne dass sie Trinkwasser- oder Lebensmittelvorräte aufnehmen konnte, die Bucht wieder verlassen. Die späteren Landgänge Cooks sowohl auf der Nord- als auch auf der Südinsel verliefen friedlicher, er kartographierte Neuseeland und nahm das Land für die britische Krone in Besitz.

Am Südrand der Bucht leuchtet ein auffallend weißes Vorgebirge "Young Nick's Head", benannt nach dem Schiffsjungen Nicholas Young, der vom Mastkorb der Endeavour aus als erster Neuseeland erblickte.
Leider können wir diese historische Stätte heute nicht besuchen und alle geplanten Ausflüge fallen aus, bei denen wir auch die Möglichkeit gehabt hätten, mehr über die Maori-Kultur zu erfahren - aber bei unseren nächsten Zielen ergeben sich neue Gelegenheiten!
Heute geht es uns wie James Cook: Wir müssen die Bucht unverrichteter Dinge verlassen.













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