top of page

Napier / Neuseeland

  • Autorenbild: Gaby Laubach
    Gaby Laubach
  • 12. März 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Napier ist eine 60.000-Einwohnerstadt am südlichen Ende der Hawke Bay an der Ostküste der Nordinsel Neuseelands (nur Westen kommt in dieser Lagebeschreibung nicht vor). Zusammen mit der Nachbarstadt Hastings bildet es einen bedeutenden Ballungsraum für Neuseeland. Der Hafen von Napier ist ein wichtiger Umschlagsplatz sowohl für den Im- als auch für den Export. Anfang Februar 1931 wurden die Hawke Bay von einem starken Erdbeben heimgesucht. Beide Städte wurden stark zerstört - in Napier kam es in Folge des Bebens zu einem Großfeuer, als es in einer Apotheke zu einer Explosion kam. Die meisten Häuser waren aus Holz gebaut und brannten nieder. Als weitere Folge des Erdbebens hob sich der Meeresboden um 2-3 Meter, dadurch kam es zu einem

natürlichen Landgewinn. Der neu gewonnene Küstenstreifen wird heute zum großen Teil als Grünfläche genutzt. Trotz Weltwirtschaftskrise - die natürlich auch an Neuseeland nicht vorbei gegangen ist - beschloss man, die Stadt so schnell wie möglich wieder aufzubauen. Aus dem ganzen Land wurden Architekturstudenten und Arbeitslose nach Napier gesandt und mit dem Wiederaufbau betraut. Dabei entschied man sich für den Art Déco-Stil - das war eine zur bis dahin üblichen Holzbauweise eine günstige Alternative, da preiswerte Betonplatten als Baumaterial verwendet werden konnten und die Dekorationen an den Häusern stilistisch relativ einfach waren. Die Häuser sind fast alle in Pastellfarben angestrichen: Es war nicht genug Farbe da, also wurde sie mit Wasser gestreckt. Während einer Stadtrundfahrt und später bei einem Stadtbummel kann ich die wunderschönen und meist sehr gepflegten Häuser bewundern.




In der Stadt findet man auch zahlreiche Wandgemälde. Mein Lieblingsmotiv ist ein "Wimmelbild" mit vielen alten Filmstars. Gottseidank hing daneben ein Auflistung der dargestellten Stars....






Die gesamte Hawke Bay hat sehr gute klimatische Bedingungen für den Obst- und Weinanbau. Nach unserer Stadtrundfahrt fahren wir zu einer Weinprobe in die älteste Weinkellerei Neuseelands. Ihr Ursprung liegt in einem Priesterseminar. Das Gebäude, in dem heute auch ein Restaurant betrieben wird, ist wunderschön und nach der alten Tabakfabrik (Foto siehe oben) das am zweithäufigsten fotografierte Gebäude der Hawke Bay. Die Missionare hatten wohl auch Weinreben mit im Gepäck, als sie in diese Bucht kamen. Angeblich gibt es immer noch eine Reihe Weinstöcke mit Muskattrauben, die aus den ersten Weinstöcken gezogen worden sind. Wir haben eine Weinprobe mit 3 Weiß- und 2 Rotweinen. Insbesondere die Rotweine von hier werden auch international sehr anerkannt und bekommen viele Auszeichnungen. Ich fand sie nicht schlecht, aber sie entsprachen überhaupt nicht meinen Erfahrungen, die ich mit entsprechenden deutschen oder europäischen Weinen gemacht habe. So hatte der Chardonnay sehr viel Säure, wohingegen der Riesling fast keine aufwies.



Kommentare


bottom of page