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Robinson-Insel

  • Autorenbild: Gaby Laubach
    Gaby Laubach
  • 11. Feb. 2025
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 13. Feb. 2025




Unsere erste Station nach Verlassen des südamerikanischen Kontinents sollte die Robinson-Insel sein. Sie ist eine von drei Inseln des Juan-Fernández-Archipels, auf der 1704 ein schottischer Seefahrer ausgesetzt wurde, der erst 4 Jahre später von einer englischen Fregatte gerettet wurde. Diese Geschichte soll Daniel Defoe zu seinem Roman "Robinson Crusoe" inspiriert haben.

Bekannt ist die Insel auch deswegen, weil hier am 14. März 1915 die Besatzung des deutschen Kriegsschiffes "SMS Dresden" ihr Schiff versenkte, mit dem sie als einziges Schiff dem Seegefecht vor den Falkland-Inseln kampfunfähig entkommen waren, hier aber von den Briten aufgespürt wurden.

Nach einer Nacht mit etwas Seegang kamen wir bei glatter See in der Bucht vor San Juan Bautista, dem Hauptort der Insel an. Hier lebt die Mehrheit der rund 900 Einwohner der Insel. Leider gab es aber Fallwinde über die Bergkette der Insel (sie ist vulkanischen Ursprungs), sodass an der Tenderpier Wind bis zu 35 Knoten blies und der Hafenmeister den Hafen sperrte. Wir konnten also nicht an Land gehen, stattdessen umkreisten wir die Insel und starteten früher als geplant unsere nächste Etappe bis zur Osterinsel, für die wir jetzt 4 Seetage vor uns haben. Wir hoffen inständig, dass wir dort gute Verhältnisse zum Tendern vorfinden.



Es gab ein spontanes Alternativ-Programm an Bord und am Abend erlebten wir wieder einen wunderschönen Sonnenuntergang. Und ab jetzt haben wir jeden Abend bei klarem Himmel die Chance, das Kreuz des Südens am Abendhimmel zu entdecken.




1 Kommentar


Gérard Ebel
Gérard Ebel
11. Feb. 2025

Die SMS Dresden wurde bereits 1915, und nicht 2015, also 100 Jahre früher versenkt.

Gruß Gérard

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