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Timaru / Neuseeland

  • Autorenbild: Gaby Laubach
    Gaby Laubach
  • 17. März 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Unser nächster Stopp auf unserem Weg entlang der Ostküste von Neuseelands Südinsel ist die Hafenstadt Timaru. Sie liegt im südlichen Teil der Region Canterbury, deren Hauptwirtschaftszweig die Landwirtschaft ist. Obst, Gemüse und Getreide werden hier

angebaut; Schafe, Rinder, Milchkühe und Rotwild finden hier ihre Weiden. Die Produkte werden vor Ort verarbeitet und zum großen Teil über den Hafen von Timaru verschifft. Nachdem der Preis für Wolle sehr niedrig ist (die Kosten der Schur fressen den Ertrag zum größten Teil auf), ist die Anzahl der Schafe stark gesunken - ich habe gehört, die Bevölkerung Neuseelands habe sich in der gleichen Zeit verdoppelt,

in der sich die Zahl der Schafe halbiert hat. Als Alternative produziert man hier sehr viel Milch, riesige Herden werden gehalten und die meiste Milch wird zu Milchpulver verarbeitet, das vor allem nach Asien exportiert wird. Aber auch Angusrinder für die Fleischerzeugung sieht man. Darüber hinaus findet man Rotwildherden - Hirschfleisch aus Neuseeland wird auch in Deutschland vertrieben. Siedler aus Europa brachten die ersten Tiere mit und ließen sie frei, um Jagdwild

zu haben. Sie haben sich sehr stark vermehrt und wurden zur Bedrohung für die übrige Natur. Deshalb wurden sie zunächst in größerer Anzahl abgeschossen und viele Tiere eingefangen und zur Wildfleischproduktion auf Weiden gestellt. Die übrigen "Wildbestände" werden starkt kontrolliert. Außerdem züchtet man Hirsche mit spektakulären Geweihen, die in großen Wettbewerben präsentiert werden.

Mein Ausflug führt mich durch die Agrarlandschaft von Canterbury zum Peel Forest Naturpark, einem ursprünglichen Wald mit vielen Wanderwegen vorbei an tropischen Pflanzen und riesigen Bäumen. Der älteste, der hier steht, ist ca. 1.000 Jahre alt - also stand er dort schon lange bevor die ersten Menschen, die Maori, im 13. Jahrhundert Neuseeland betraten - wenn der erzählen könnte.... Der Baum misst 31 Meter in der Höhe und hat einen Stammumfang von ca. 8,5 Meter. Der Wald ist wunderschön und auf unserer Wanderung hören wir Vögel singen (viele Bellbirds) und bekommen sie auch mal kurz im Geäst zu sehen.



Nach unserem Spaziergang durch den Wald besuchen wir noch eine kleine Schaffarm. Der Besitzer hält nur noch wenige Schafe, mit denen er Schurvorführungen für Interessierte macht und vertreibt und repariert das Equipment der Scherer. Außerdem gehen er und sein Sohn auf Schurwettbewerbe, sie vertreten Neuseeland aus international mit der Nationalmannschaft. Wir bekommen auch eine Demonstration. Wir sehen die erste Schur von 2 Lämmern - einmal traditionell mit der Handschere, einmal mit der Maschine. Unglaublich, in welch kurzer Zeit beide ihre Wolle verlieren.



Zum Abschluss demonstriert er uns noch, wie sein Hund eine kleine Herde zusammen und in einen anderen Pferch treibt. Sehr beeindruckend!



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